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Über das Projekt

DIE IDEE: DER GLAUBE DARAN, DASS KUNST MENSCHEN BESSER MACHT?

Wir sind eine Projektinitiative aus engagierten Künstlern, Eltern, Pädagogen und Förderern, die der Meinung sind, dass junge Menschen vielfältige Inspirationen und Anregungen brauchen, die über das hinaus gehen müssen, was städtische Schulen ihnen hierzulande unter den momentanen Bedingungen (PISA, Abitur nach Klasse 12, Lehrerengpässe, zu viele Schüler - zu wenig Platz, politische Finanz-Engpässe etc. ) anbieten können.

Während Musik längst eine gewisse Relevanz an vielen Schulen hat, kommen Kulturbereiche wie Film oder Tanz kaum vor - und auch neue Medien (Web 2.0) noch viel zu selten. Dabei ist insbesondere Medienkompetenz als Kernkompetenz in einer Welt, die vor allem durch das Internet zu einem globalen Dorf zusammenwächst, inzwischen Voraussetzung für jede berufliche Zukunft. Das Internet ist aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Die Musik dagegen hat es schon immer gegeben. Sie ist in jeder Gesellschaft relevant und in jedem Menschenleben. Sie hat als Kunst oder Kulturtechnik von je her einen unangefochtenen Platz, wenn auch noch nicht in allen Ausbildungsinstitutionen.

Der Tanz dagegen ist noch viel zu selten als bereichernde, sinngebende Kunst in den Schulen ein Thema. Und Tanz erfährt gerade eine ganz neue Popularität insbesondere in der Jugendkultur durch Tanzformen wie Streetdance oder HipHop. Aber auch Tanzformen wie Gesellschaftstanz oder klassischer Tanz werden wieder entdeckt. Tanz als eine Form der gestalteten Bewegung gehört nicht nur zu einer der ältesten Ausdrucksformen menschlicher Existenz, sondern er ist auch eine ganz eigene und besondere Kunst- oder Kultursprache. Alles, was wir je erlebt haben und erleben werden, ist in unserem Körper festgeschrieben. Jeder seelische oder körperliche Schmerz und ebenso alles positive Erleben hinterläßt „Spuren“ und bildet das „Bewegungsmuster“ eines Menschenlebens aus. Manche Menschen wirken allein durch ihren Gang, ihre körperliche Präsenz, bedrückt oder fröhlich, bedrohlich oder freundlich, abweisend, ängstlich oder liebevoll. Und welche Wirkung hat es auf uns, wie jemand steht, oder geht oder sich überhaupt bewegt? Tanz ist Bewußtheit oder Bewußtwerdung all dessen - und zugleich eine Bewegungsform, die heilsame Kraft hat, die entlastet, entstreßt oder auch einfach nur „schöner“ macht. Tanz als Kunstform ist ein „sich mitteilen“ und künstlerische Reflexionsebene zugleich. Tanz erzählt auf seine ganz eigene Weise von den Dingen, die unsere Kultur ausmachen, wie andere Kunstformen es auf ihre Weise tun.

Film ist eine relativ neue Kunst, die gerade mal etwas über 100 Jahre alt ist und dabei nicht nur die teuerste aller Künste, sondern auch noch in sekundenschnelle in aller Welt. Film erreicht Menschen über Bilder und Töne, die mitten ins emotionale Zentrum treffen. Doch wie sehr Film uns berührt, wie er „gemacht“ ist, wie einflußreich seine Wirkung ist und wie manipulativ oder manipuliert seine Aussagen sind, darüber wird an Schulen noch kaum oder gar nichts vermittelt, geschweige denn, das Film als Schulfach hierzulande Bedeutung hätte. Dabei ist es das Medium, mit dem unsere Kinder ständig zu tun haben. Sie sehen sich Filme im Kino an, im Fernsehen, als DVD, auf ihrem Laptop oder PC, bei youtube oder auf dem Handy, in der U-Bahn oder sonst wo. Film emotionalisiert und hat enormen Einfluß auf verschiedensten Ebenen. Doch wo lernen Kinder, wie er zu verstehen ist, wie er gemacht wird und wie er wirkt?

Aus dem Nachdenken über all diese Dinge und mit sehr viel Engagement und Vorarbeit der Beteiligten, sowie der KAS, ist das FilmTanzProjekt „I´m crazy but that´s okay“ als Pilotprojekt entstanden. Pilotprojekt nicht nur deshalb, weil es die verschiedenen Kulturbereiche (Tanz, Film, Musik und Internet) umfaßt und vernetzt, sondern auch, weil engagierte und hochprofessionelle Künstler / Dozenten verschiedenster Nationalitäten (Afrika, Argentinien, Iran oder Tschechoslowakei), die in Deutschland leben und unterrichten, aktiv beteiligt sind.

Aufgrund der besonderen Qualität des Projektes wird es vom Landesprogramm „Kultur und Schule“ und der SK Stiftung Kultur gefördert. Wir bieten das Projekt für die Schüler (Jahrgangsstufe 9) kostenlos an. Die Schüler tragen ihren Teil in Form von Engagement und Disziplin bei. Dass diese Rechnung aufgeht, hat sich bereits nach den ersten Proben gezeigt.

Doch weil gute Sachen auch viel gutes Geld kosten und es uns daran mangelt, sind wir für jede Spende dankbar. Das dreiköpfige Leitungsteam aus engagierten künstlerisch orientierten Akademikern arbeitet ausschließlich ehrenamtlich, also ohne jedes Honorar.

Das Projekt ist am 13.10.2007 gestartet und endet der Planung nach im Februar mit dem Premierentermin am 16.02.08. Es findet statt jeden Samstag von 11.00-16.00 Uhr in der Halle 3 der KAS. Darüber hinaus finden zusätzliche Probentermine/Treffen nach Vereinbarung statt.

Zum Abschluss des Projektes wird am Premierentag die Tanzaufführung gezeigt, sowie ein (erster) Dokumentarfilmtrailer über die Projektarbeit. Ob aus dem Filmmaterial dann mehr werden kann, zum Beispiel ein Kurzfilm, der auf Festivals geht, hängt davon ab, wie das Material geworden ist, aber vor allem, wie viel Gelder noch zusammenkommen, denn Film gehört nun mal zu den teuersten Künsten.

Die Schüler filmen auch selber, während ein professionelles Filmteam das Geschehen dokumentiert. Gemeinsam wird aus dem Bildmaterial der Schüler und der Profis der Filmschnitt erstellt, damit die Jugendlichen den Filmherstellungsprozess auch von dieser gestalterischen Seite her kennen lernen. Soweit die Planung - in der Realität mussten natürlich inzwischen auch einige Abstriche gemacht werden, aber dazu später mehr.

Zusätzlich wird das Pilotprojekt - insbesondere der körperorientierte, bewegungsrelevante Teil (Tanz) - im Rahmen der Promotion einer Doktorandin der Sporthochschule Köln - wissenschaftlich begleitet und mit Abschluss dieser Promotionsarbeit dokumentiert. Dieses Pilotprojekt wird somit als Beispiel für weitere Projekte dieser Art nutzbar sein.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie das Projekt unterstützen könnten. Alle Förderer oder Spender werden sowohl auf den Flyern/Plakaten/Websites als auch im Filmtrailer/ Kurzfilm namentlich (Logo) genannt. Es sei denn, der Wunsch nach Anonymität besteht (CK, 12.12.07).

Es grüßt Sie in diesem Sinne das Projektteam der KAS!
www.FilmTanzProjekt.de www.kaiserin-augusta-schule.de

A K T U E L L E S

Der Film zum Projekt
Der Film

Premierenbilder
Premierenbilder

Erfolgreiche PREMIERE am 16.02.
… und begeisterte Zuschauer…LOL