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Tanz, Film und Internet

Von Anfang an sollten drei Kulturbereiche im Projekt abgedeckt werden, erstens der Tanz, oder die künstlerisch gestalte Bewegung (dass noch Live-Musik hinzukam, war nicht geplant, war vielmehr ein Glücksfall und hat sich als sehr wichtige Bereicherung herausgestellt). Zweitens der Film, der ebenfalls viel Raum und Zeit einnimmt und drittens eine Internetseite, die das Projekt mit ihren Möglichkeiten begleitet. Dieser Bereich sollte zwar nicht die Bedeutung der anderen Bereiche erhalten, aber doch professionell geleitet, ein drittes Lernfeld für die Teilnehmer eröffnen. Jede Tänzerin und jeder Tänzer konnten sich zusätzlich dem Filmteam und/oder dem Internetteam anschließen. Für den Bau der Internetseite entschlossen sich vier Schüler. Leider konnte der zunächst dafür beauftragte Dozent die Leitung dieses Teams nicht übernehmen, so dass alle erleichtert waren, als sich schließlich fachkundige Eltern (und Nicht-Eltern) fanden, die hier ehrenamtlich einsprangen. Von Anfang an traf sich die Gruppe jeden Dienstag für eine Stunde im Computerraum der Schule, um den Internetauftritt von Grund auf zu realisieren.

Zu allererst galt es, die Domain registrieren zu lassen, und da sich bald herausstellte, dass der Schulserver nicht die gewünschten Möglichkeiten bot, musste ein externer Server gefunden werden. Die Wahl fiel auf ein Sonderangebot von Strato, das den Einsatz ausschließlich regenerativer Energien mit einschloss.

Programmwahl

Welches Programm eignet sich am besten für das Vorhaben? Das war die nächste wichtige Frage. Es sollte nichts kosten, keine zu hohen Ansprüche an den Server stellen, von jedem Schüler leicht zu bedienen sein und außerdem sollte es ohne zusätzliche Installationen von jedem Rechner aus die Bearbeitung der Seite ermöglichen. Die Seite sollte möglichst von Anfang an dazu dienen, das Projekt zu begleiten, den Fortschritt zu dokumentieren und eine alltagstaugliche Kommunikationsplattform für alle Teilnehmer zu bieten. Es fehlte somit die Zeit, zunächst grundlegende Programmierkenntnisse zu vermitteln bzw. zu erlernen. So kamen nur Programme in Frage, die oberhalb der Programmiercodes (Html, php, css, flash usw.) konfigurierbar sind. Doch leider sind die Webgestaltungsprogramme noch nicht auf dem nutzerfreundlichen Niveau wie es z.B. die Textverarbeitungsprogramme seit Jahren schon sind. Noch immer stößt man als Nichttechniker schnell an seine Grenzen, weshalb eine gewisse Vorarbeit der Teamleitung nicht ausbleiben konnte.

Trotz dieser nicht leicht zu erfüllenden Anforderungen, sollte die Seite zu guter Letzt auch eine ansehnliche Präsentation der gesammelten Materialien ermöglichen. So fiel die Wahl zunächst auf Joomla, einem kostenloses Content-Management-System (CMS), dass inzwischen auch auf vielen gewerblichen Seiten genutzt wird. Nach der Installation und Konfiguration kann es leicht von „Redakteuren“, die sich nicht weiter mit den technischen Details beschäftigen müssen, mit Inhalten beschickt werden, die dann automatisch in die entsprechenden Seiten eingefügt werden.

Dies sollte ermöglichen, dass sich das Schülerteam weitgehend auf redaktionelle Tätigkeiten (Materialien sammeln und zusammenstellen, Berichte schreiben, Interviews führen, andere Teilnehmer als Schreiber gewinnen) konzentrieren konnte.

Die Joomla-Seite

www.joomla.filmtanzprojekt.de Nachdem in der Anfangsphase bereits viel Zeit durch organisatorische Schwierigkeiten (Serversuche, Stromausfall im Computerraum, Zugangsschwierigkeiten zum Internet usw.) absorbiert wurde, konnte mit der Konfiguration von Joomla begonnen werden. Jedoch waren die Schüler mit dieser Tätigkeit verständlicher Weise überfordert, so dass dieser Teil der Arbeit von einem Profi ehrenamtlich in der knappen Freizeit auf den Weg gebracht wurde. Es erwies sich allerdings als schwierig, die komplexen Anforderungen hinsichtlich Dokumentation, Kommunikation und Präsentation des Projekts in so kurzer Zeit umzusetzen. Daher entschieden wir uns für eine schnell umsetzbare Zwischenlösung, um die Bereiche Dokumentation und Kommunikation zeitlich parallel zum Tanzprojekt realisieren zu können.

Die Wiki-Seite

www.filmtanzprojekt.de So entstand zusätzlich zur Joomla-Seite diese Wiki-Seite zunächst als Zwischenlösung, um in kurzer Zeit eine funktionierende Kommunikationsplattform anbieten zu können. Da die grafischen Möglichkeiten bei einem Wiki begrenzt sind, wollten wir Joomla trotzdem später als Präsentationsseite des Projekts nutzen. Doch die Wiki-Seite wurde schnell größer und größer und am Ende konnte sie unsere Wünsche im Großen und Ganzen gut erfüllen, so dass der enorme Auffwand wieder zurück zum Joomla-System zu wechseln schließlich größer erschien, als der zu erwartende Vorteil.

Wikis sind Internetseiten, die man nicht nur von jedem internetfähigen Rechner aus lesen, sondern auch beschreiben und ändern kann. Das ist ein Teil von dem was man oft Web 2.0 nennt und eröffnet ganz neue Möglichkeiten der direkten und unkomplizierten Kommunikation und Dokumentation im Netz. Zwar ist das Beschreiben einer Wiki-Seite noch nicht ganz so einfach, wie bei einem Textverarbeitungsprogramm, aber doch schon so simpel, dass auch Computerlaien damit in wenigen Minuten zurecht kommen, denn die Wiki-Syntax ist viel einfacher, als der sonst im Internet übliche Html-Code. Damit sind Wikis ideal für Arbeitsgruppen aller Fachbereiche, die gemeinsam etwas dokumentieren möchten ohne sich vorher lange in die Computer- und Programmtechnik einarbeiten zu müssen. Und damit sind Wikis auch prädestiniert für Schulprojekte, weil jeder Teilnehmer seinen Beitrag selbständig einfügen und so zum großen Ganzen beitragen kann. Da in einem Wiki immer alles automatisch protokolliert wird, kann man Änderungen leicht rückgängig machen, und man weiß auch immer, wer was wann hineingeschrieben hat. Unter den vielen Wiki-Programmen das richtige zu finden, war angesichts der vielen Programme auf dem Markt überraschend schwierig. Letztendlich haben wir uns für das junge, aber schon recht weit verbreitete DokuWiki entschieden, nicht nur, weil es ein OpenSource-Projekt ist, sondern auch weil es relativ einfach zu installieren ist, geringe Serveransprüche stellt (keine SQL-Datenbank), eine ausgefeilte Rechtevergabe besitzt, relativ viele Zusatzmodule (Plug-Ins und Templates) bietet und zudem über eine aktive Entwicklergemeinde verfügt.

Der Preis für die offene Struktur und die Einfachheit der Handhabung eines Wiki liegt wie gesagt vor allem noch in den Grenzen der grafischen Gestaltung. Es sind eben nur recht einfache Formatierungen möglich, so wie das auch bei frühen Textverarbeitungsprogrammen der Fall war. Natürlich haben wir uns trotzdem (mit einigem Aufwand) um eine ansprechende und übersichtliche Gestaltung bemüht. Das Ergebnis kann jeder hier begutachten. — Nicolai Druben 17/01/2008 17:52

A K T U E L L E S

Der Film zum Projekt
Der Film

Premierenbilder
Premierenbilder

Erfolgreiche PREMIERE am 16.02.
… und begeisterte Zuschauer…LOL